Deutscher Jugendvideopreis

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Location

Bundesfestival Video 2010
11. - 13. Juni 2010 in Ludwigsburg


Folgende Workshops werden angeboten:

Samstag 13.30 Uhr - ca. 15.00 Uhr

 

Filmemachen an der Grenze zwischen persönlich und privat

Referent: Marcel Wehn, Dokumentarfilmer

Welches Verhältnis entsteht zwischen dem Dokumentarfilmer und seinen Protagonisten? Wie viel Nähe und Vertrauen von beiden Seiten ist notwendig, damit eine filmische Intensität entsteht? Wo aber liegen dabei die Grenzen, die man nicht überschreiten sollte? Welche Verantwortung trägt der Protagonist, aber auch gegenüber dem Filmemacher? Anhand von Filmausschnitten aus dem Portraitfilm „Von einem der auszog- Wim Wenders´ frühe Jahre“ und mit Beispielen aus der aktuellen Produktion „Zeit ohne Eigenschaften“ erklärt der Dokumentarfilmer Marcel Wehn die ungewöhnliche Form von Partnerschaft, die zwischen dem Protagonisten und dem Filmemacher entsteht. In praktischen Übungen mit den Workshopteilnehmern wird eine dokumentarische Interviewsituation simuliert, in der man selbst erspüren kann, wie Intensität im dokumentarischen Arbeiten entstehen kann.

 

Animation /digitale Bildgestaltung Making of FMX - Trailer

Referent: Falko Paeper, Regisseur und Visual-Effects-Supervisor

Falko Paeper gibt einen 90minütigen Einblick in die Entstehung des Kurzfilmes "aMaize“, der 2011 der offizielle Werbetrailer der 16. FMX (Conference on Animation, Effects, Games and Interactive Media) sein wird. Dabei gibt er einen Einblick in die Welt der Animation und der digitalen Effekte im Realfilm. Er wird zeigen wie man riesiges, drei Meter hohes Popcorn produziert und Stuttgart mit Hilfe digitaler Tricks in einen überdimensionalen Popcorn-Becher verwandeln kann.

 

Videojournalismus / Festivalberichterstattung

Referent: Alexander Nutz, Campus TV

Ist es möglich, innerhalb von 1,5 bis 2h einen kompakten Nachrichtenbeitrag über das Bundesfestival Video zu produzieren? Ja. In diesem Workshop schlüpfen die Teilnehmer in die Rolle von Videojournalisten, werden in die Kameratechnik eingeführt und entwickeln ein dramaturgisches Konzept für ihren Videobeitrag. Dann beginnt die Suche nach interessanten Bildern und Gesprächspartnern. Alles wird mit der Kamera dokumentiert, anschließend geschnitten und journalistisch aufbereitet.

 

Ausleuchten eines Motivs oder praktisches Beleuchtungsseminar

Referent: Roland Mönch, Kameramann

In der praktischen Lichtübung wird an einem Motiv eine Tagstimmung und eine Nachtstimmung erarbeitet. Dabei werden unterschiedliche Licht- und Leuchtencharakteristika angesprochen und erfahrbar gemacht. Hartes Licht, weiches Licht und damit verbundene Kontrastverhältnisse im Bild werden ermittelt und analysiert. Neben der Lichtstimmung im Raum wird noch der Einfluss auf das wichtigste Motiv beim Film, das menschliche
Gesicht und damit verbundene Portraitaufnahmen näher betrachtet.
 

Regie

Referent: Marc Lutz, Diplom-Werbefilmregisseur

Am Beispiel eines Werbefilmes werden die verschiedenen Stationen einer Filmproduktion aus der Sicht eines Regisseurs gezeigt. Was heißt es überhaupt „Regie“ zu führen? Der Workshop gibt Einblicke in die verschiedenen Arbeitsphasen und Aufgaben des Regisseurs während der Vorproduktion, während des Drehs und in der Nachbereitung des Filmes.
Erläutert wird das Ganze anhand eines Werbespots.
 

Animationsfilm / Puppentrick

Referentin: Anna Matysik, Animationsfilmerin

Kurze Einführung in die Trickfilmtechnik mit Schwerpunkt Clay Motion (Knetanimation). Anhand von Filmbeispielen werden Ästhetik und Look verschiedener Verfahren verglichen. Die Teilnehmer können durch einfache Animationsversuche an Knetfiguren in einem kleinen Szenenaufbau diese Filmtechnik auch praktisch kennenlernen. Technik: Software unterstützte Einzelbildaufzeichnung (Stop-Motion Programm mit
Bildphasenvergleich) über Videobzw. Fotokamera. Projektion der
Aufnahmen über einen Videobeamer bzw. großen Monitor.
 

Nachvertonung / Sounddesign

Referent: Florian Dittrich, Sounddesigner

In der Ton-Postproduktion entscheidet sich, wie ein Film klingt. Hier werden neue Geräusche künstlich geschaffen, der Originalton wird verbessert oder dramaturgisch verstärkt. Am Ende laufen alle verschiedenen Tonebenen in der Film-Endmischung zusammen. Dort wird endgültig entschieden, welche Elemente der Tonproduktion den Film am
besten unterstützen und wie diese im Zusammenspiel funktionieren.
Anhand eines fertigen Animationsfilmes werden die verschiedenen
Elemente demonstriert.
 

O-Ton

Referent: Michael Diehl, Tonmeister, Sounddesigner und Mischtonmeister

Michael J. Diehl führt die Teilnehmer des O-Ton Workshops in die professionelle Tonaufgabe am Filmset ein. Erklärt und demonstriert werden Techniken und Vorgehensweisen, die den Teilnehmern helfen sollen, am Filmset einen in der Postproduktion verwertbaren Ton herzustellen. Dazu wird Grundwissen über Mikrofone, Mischer und Aufnahmegeräte vermittelt, die heute beim Film eingesetzt werden. Dabei geht es nicht nur um die Tonaufnahme am Set, sondern auch um die künstlerische und technische Verwertung des Originaltons in der Postproduktion. Möglichkeiten, aber auch Grenzen, werden aufgezeigt.
 

Serienproduktion-Erfolg mit Folgen

Referent: Frieder Scheiffele, Produzent und Geschäftsführer Schwabenlandfilm GmbH

Fernsehserien, Reihen und Mehrteiler zählen zu den beliebtesten Fernsehformaten. Doch die Produktion erfordert ein hohes Maß an Weitsicht, sowohl bei der Entwicklung der Idee, über die Finanzierung, Produktion, Auswahl des Sendeplatzes bis zur Fortsetzung. Wenn man alles richtig macht, kann ein Format über viele Jahre über die Bildschirme flimmern - zur Freude des Senders, der Produzenten und Zuschauer. Ziel des Workshops ist es, den Teilnehmern einen Einblick in die Produktion von Serien / Mehrteilern aus Sicht des Produzenten zu vermitteln. Am Beispiel des Mundartmehrteilers "Laible und Frisch", der mit großem Erfolg 2009 im SWR Fernsehen lief und dieses Jahr mit neuen Folgen fortgesetzt werden soll, wird Frieder Scheiffele einen persönlichen Blick auf die Entstehungsgeschichte geben.

 

Trickfilmworkshop

Referentin: Julia Böttger, Kinomobil Baden- Württemberg

Kann ein Haus fliegen? Im Trickfilm schon. Aber wie funktioniert das? Diese Fragen sollen im Trickfilmworkshop ganz praktisch beantwortet werden. Die Teilnehmer erfahren etwas über das Prinzip der bewegten Bilder und lernen einfache Animationstechniken wie z. B. den Legetrick kennen. Mit Schere, Stift und Papier lassen sich einfache Figuren herstellen und mit dem Trickfilmkoffer zum Leben erwecken. Wie das ganze funktioniert, können die Teilnehmer dann selbst ausprobieren. Für den Workshop sind keine Vorkenntnisse erforderlich.

 

Führung durch das Kinderfilmhaus Ludwigsburg

Referentin: Julia Urban, Kinderfilmhaus

Anhand eigener Filme, Zeichnungen, Puppen und Modelle führen Studierende der Filmakademie Baden-Württemberg durch das kunterbunte Kinderfilmhaus, zeigen wie Film funktioniert und wie man ihn produziert. Verschiedene Genres werden vorgestellt und zahlreiche Geheimnisse
gelüftet. Anhand von aktiven Elementen können die Informationen
getestet und gleich umgesetzt werden.