
Porträts ehemalige Preisträger
Ayse Polat wird 1970 in Malatya in der Türkei geboren. 1978 siedelt sie nach Hamburg über. Mit 15 Jahren dreht sie ihre ersten Filme auf Video und Super-8. 1991 wird ihre Milieustudie „Entfremdet“ mit einem Förderpreis beim Bundeswettbewerb Jugend und Video (Vorgänger des Deutschen Jugendvideopreises) ausgezeichnet. Während ihres Studiums der Philosophie, Kulturwissenschaften und Germanistik dreht sie 1992 den Kurzfilm „Fremdennacht", der von dem Selbstmord des türkischen Asylbewerbers Kemal Altun im Jahr 1983 handelt. Ayse Polats Kinospielfilmdebüt ist das Roadmovie „Auslandstournee“, das von der Odyssee eines türkischen Travestiekünstlers und eines kleinen Mädchen auf der Suche nach Heimat erzählt. Ihr Film „En Garde“ wird 2004 auf dem Internationalen Filmfestival Locarno mit dem Silbernen Leoparden ausgezeichnet und erhält ein Jahr später den Deutschen Kritikerpreis. 2006 feiert ihr Theaterstück „Otobüs“ in Berlin Premiere.
Filmografie (Auswahl):
Entfremdet (1991) - Preisträger beim Deutschen Jugendvideopreis
Fremdennacht (1992)
Ein Fest für Beyhan (1994)
Graefin Sophia Hatun (1997)
Auslandstournee (1999)
En Garde (2004)
Das Kinder- und Jugendfilmzentrum in Deutschland hat “En Garde“ in seiner KJF-Edition als DVD mit dem Recht zur nichtgewerblichen öffentlichen Vorführung veröffentlicht.
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