Deutscher Jugendvideopreis

Pressemitteilung vom 20.03.2007

  

 

Auf die Perspektive kommt es an

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und
Jugend stiftet ‚Deutschen Jugendvideopreis’ und ‚Video
der Generationen’, Kinder- und Jugendfilmzentrum in Deutschland seit vielen Jahren erfolgreicher Veranstalter

Schon in den 1980er Jahren bewies das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Weitblick: Medien werden das Gesicht der Gesellschaft prägen. Es kam dem Ministerium darauf an, insbesondere junge Menschen frühzeitig und konsequent auf die Herausforderungen der Informations- und Wissensgesellschaft vorzubereiten, und sie im kompetenten Umgang mit Medien zu fördern. 1988 wurde daraufhin der Filmwettbewerb ‚Jugend und Video’ ins Leben gerufen.

Bundesministerium schon in den 1980er Jahren Vorreiter

Die rasant an Bedeutung gewinnende Videoarbeit, eine zunehmend bessere technische Ausstattung der Medienzentren und die Möglichkeit, audiovisuelle Medien selbst herstellen zu können, bewog die Initiatoren, das Medium Film zum Wettbewerbsgegenstand zu machen. Nicht zuletzt deshalb, weil die Faszination bewegter Bilder bis heute ungebrochen ist. Klar war aber auch, dass in der massenhaften Produktion und Verbreitung von Filmen neben den Chancen auch Gefahren liegen: Chancen, weil Kinder und Jugendliche ihre Lebenswelten in filmischen Produktionen abbilden können. Gefahren, weil in Film- und Fernsehproduktionen die Realität verzerrt oder verfälscht dargestellt werden kann.

KJF wird inhaltlicher Vordenker

Filmarbeit junger Menschen sollte keinem Selbstzweck dienen. Das Kinder- und Jugendfilmzentrum in Deutschland (KJF) war von der ersten Idee des Festivals bis heute konzeptioneller Partner und durchführende Institution. Dank der medienpädagogischen Arbeit des KJF zählt der ‚Deutsche Jugendvideopreis’ mittlerweile zu den bedeutendsten bundesweiten Jugendmedienwettbewerben. Seit 1988 haben daran weit über 40.000 Kinder und Jugendliche teilgenommen.

Bundesministerium und KJF verfolgen dabei zwei wichtige Ziele: Sie wollen mit dem Wettbewerb eine Präsentationsfläche für Filmproduktionen von Kindern- und Jugendlichen bieten, bei der die Medienschaffenden eigene Ideen präsentieren und sich mit anderen messen können.

Darüber hinaus wird damit gezielt medienpädagogische Arbeit geleistet. Denn wer selbst die Kamera zur Hand nimmt, erlebt Film und Fernsehen aus einer ganz neuen Perspektive. Aktiv Gestaltende setzen sich anders mit Medien auseinander, anstatt sie nur passiv zu konsumieren. Sie bekommen dabei einen kritischeren Blick auf die Medien und lernen, ihre Ausdruckskraft zu nutzen.

Filmarbeit als Spiegel gesellschaftlicher Realität

Ähnliche Ansätze verfolgt ein zweiter Filmwettbewerb, den das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ins Leben gerufen hat und der ebenfalls unter Federführung des KJF durchgeführt wird: Mit ‚Video der Generationen’ hat das KJF ein Medienforum entwickelt, das das Verbindende zwischen den Generationen herausstellt, Unterschiede thematisiert und einen respektvolleren Umgang von Jung und Alt miteinander fördert. Der Filmwettbewerb ‚Video der Generationen’ leistet einen Brückenschlag zwischen jungen und älteren Menschen, indem persönliche Ansichten, Wünsche und Ängste in generationsübergreifenden Filmprojekten behandelt werden.

Attraktive Preise beim ‚Bundesfestival Video’

Beim ‚Deutschen Jugendvideopreis’ stiftet das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend insgesamt 12.000 Euro, die in unterschiedlichen Kategorien vergebenen Hauptpreise betragen jeweils 1.000 Euro. Für ganz junge Video-Einsteiger gibt es einen Nachwuchspreis.

Für den Wettbewerb ’Video der Generationen’ stellt das Ministerium darüber hinaus Preise im Gesamtwert von 6.000 Euro zur Verfügung. Hauptpreise werden ebenfalls in Höhe von 1.000 Euro vergeben – dazu Sachpreise der Firma Adobe (Videosoftware).

Das ‚Bundesfestival Video’ mit den beiden Filmwettbewerben ‚Deutscher Jugendvideopreis’ und ‚Video der Generationen’ gastiert vom 15. bis 17. Juni 2007 in Ludwigsburg. Partner des Festivals sind: Die Stadt Ludwigsburg, die Filmakademie Baden-Württemberg, die Pädagogische Hochschule Ludwigsburg, das Evangelische Medienhaus Stuttgart, das Landesmedienzentrum sowie die Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg.

Infos:

www.kjf.de  

www.jugendvideopreis.de

www.video-der-generationen.de